Rette sich, wer kann

Kommentator „Q“ ist ein aufmerksamer Beobachter. In den geleakten NSU-Aktenteilen hat er den vermissten Rettungsdienst vom Löscheinsatz in Stregda entdeckt. Es geht um unterlassene Hilfeleistung und Kenntnisse der Gefährdungslage. Der Blogger von Friedensblick.de hat die Sache untersucht.

rtw_stregda_tatort

Das über NSU-Leaks abrufbare Dokument „Band-4-1-2 Lage des Tatortes WoMo“ aus dem Aktenkonvolut zum NSU-Komplex enthält Luftaufnahmen vom Tatortbereich Stregda-Nord und einige Übersichtsaufnahmen vom Tatort. An die Luftbilder der Polizeihubschrauberstaffel schließen sich „Übersichtsaufnahmen vom Zufahrtsweg zum Wohnmobil“ an. Gefertigt wurden sie ausweislich der Dokumentation von der KPS Eisenach. Im Klartext: von KOK Lotz oder KHK Braun.

Die Aufnahmen entstanden zwischen ca. 12.10 Uhr und dem Eintreffen der Feuerwehr um ca. 12.20 Uhr. Der Beamte fotografierte den Tatort Am Schafrain aus östlicher Richtung und größerer Entfernung. Wir sehen die Rauchentwicklung, die KOK Lotz vom sicheren Tod der vermuteten Bankräuber im Inneren des Fahrzeuges ausgehen lässt. Auf einem einzigen Foto ist das Vorderteil eines Rettungsfahrzeuges zu sehen. Bei den späteren Luftaufnahmen vom Hubschrauber aus fehlt das Fahrzeug.

„Q“ kommentiert:

Der Rettungsdienst war vor Ort. Sogar noch vor der BF Eisenach. In Akte 4-1-2 “Lage des Tatorts” auf S.25 oben erkennt man in der Verlängerung des Gehwegs die Frontpartie eines RTW des DRK Eisenach. Interessanterweise wird dies in keinem Bericht auch nur erwähnt, und die Feuerwehrleute haben nichts davon mitbekommen, d.h. die RTW-Besatzung war wohl nie am Wohnmobil. Das wirft noch viel mehr Fragen auf. Vielleicht sollte der UA mal beim DRK Eisenach anfragen. Deren Story ist sicher noch besser als die der Feuerwehr.

https://parlograph.wordpress.com/2015/06/17/friendly-fire/comment-page-1/#comment-77

Friedensblick-Blog hat das kurze Auftauchen und den fraglichen Verbleib des Rettungsfahrzeuges analysiert. Die Streuung des Bloggers lässt angemessene Reaktionen der offiziellen NSU-Aufklärung erhoffen. Lesen!

Rettungssanitäter waren frühzeitig am NSU-Wohnmobil – warum kein Einsatz?

http://friedensblick.de/16841/rettungssanitaeter-waren-fruehzeitig-nsu-wohnmobil-kein-einsatz/

Update:

„Q“ stellt in einer Ergänzung außerdem mögliche Verstöße der Eisenacher Feuerwehr gegen wichtige Vorschriften beim Löscheinsatz sowie weitere Ungereimtheiten fest und bestätigt den Vorwurf unterlassener Rettungsversuche. Sein umfangreicher Kommentar wird hier ungekürzt veröffentlicht.

Es gibt wie angekündigt noch einiges nachzutragen zu den Bildern in Akte 4-1-2. Der gesamte Feuerwehreinsatz ist das Seltsamste, was ich je gesehen habe:

1) Der absolute Hammer: der Angriffstrupp (das sind die 2 Mann am Schnellangriffsschlauch) trägt KEINEN ATEMSCHUTZ. Das verstößt bei einem Fahrzeugbrand gegen alle Dienstvorschriften und Versicherungsvorschriften. Jede kleine Dorffeuerwehr weiß das, und hier haben wir die Berufsfeuerwehr (!) Eisenach. Nochmal: beim Alarmstichwort “Fahrzeugbrand” legt der AT auf dem 1. Fahrzeug IMMER bei der Anfahrt Atemschutz an. Fahrzeugbrände setzen extrem giftige Stoffe frei. In diesem konkreten Fall hatte dieses unerklärliche Verhalten tatsächlich keine schlimmen Konsequenzen, weil das so ziemlich der harmloseste mögliche Fahrzeugbrand war (das war eigentlich kein Fahrzeugbrand, sondern ein Zimmerbrand auf Rädern). Trotzdem: wäre die Feuerwehr nur 3-5 Minuten später gekommen, hätte der Brand auf den Motorraum / Tankbereich übergegriffen, und was hätte diese Truppe dann gemacht?

2) Der Ablauf nach dem Eintreffen der BF ist komplett unerklärlich. Erste Handlung des AT ist es, die Schnellangriffseinrichtung rauszuholen und durch das Fenster an der Sitzgruppe reinzuspritzen. Aufgabe der Feuerwehr ist aber: ERST retten, DANN löschen. Wenn ein Einsatzleiter direkt nach der Ankunft am Einsatzort bei der Erkundung einen Innenraumbrand in einem verschlossenen Wohnmobil feststellt, dann geht JEDE Feuerwehr davon aus, dass Personen im Wohnmobil sein könnten. Die erste Aufgabe für den AT: Zugang schaffen zum Wohnmobil (Tür öffnen, notfalls mit der Axt), auf Personen im Fahrzeug kontrollieren, ggf. retten. Dazu muss der AT natürlich Atemschutz tragen… (s.o.). Löschen kommt danach, das Wohnmobil ist sowieso Schrott.

3) Warum bleibt die BF mit den zwei wichtigsten Löschfahrzeugen Eisenachs (LF16 und TLF) und der kompletten Wachschicht bis zum Abtransport des Wohnmobils vor Ort, um “Brandwache” zu machen? Das ist Aufgabe der FF, für sowas sind die da, und die drei Leute und ihr LF aus Stregda reichen dafür völlig aus. Aber die wurden wieder weggeschickt?!? Und stattdessen lässt man lieber Eisenach 2-3 Stunden ohne hauptberuflichen Brandschutz?

Ehrlich: ich verstehe diesen Einsatz nicht. Entweder diese Feuerwehr ist komplett inkompetent (glaube ich nicht), oder dieser Einsatz war von der 1. Minute an (=Alarmierung, Anfahrt!) nicht normal. Die Fragen: “wer hat wann die Rettungskräfte alarmiert? Was hat der am Telefon gesagt? Mit welchem Alarmstichwort wurde die Feuerwehr losgeschickt?” sind zentral.

Update 2:

Auf NSU-leaks sind zwei weitere Fotodokumente veröffentlicht worden, die ein Rettungsfahrzeug am Einsatzort und einen Rettungssanitäter direkt am Wohnmobil zeigen.

eaz2

http://www.youtube.com/watch?v=QuGrMm3tUAs

womo-notarzt

http://www.youtube.com/watch?v=DQ154icfMXc

„Q“ kommentiert auf NSU-Leaks:

Noch ein Hinweis zum Rettungsdienst: von “Notarzt” habe ich noch nichts gesehen. In einem RTW fährt kein Arzt mit, sondern 2 Rettungssanitäter/-assistenten. Die haben auf der Jacke “Rettungsdienst” o.ä. stehen. Ein Notarzt hat immer “Notarzt” draufstehen. Wenn tatsächlich einer da war, dann muss es ein 2. Fahrzeug geben, ein NEF. Das ist meist ein PKW/Van. Ist deshalb relevant, weil “nur RTW, kein NEF” bedeutet, dass nicht mit schwer Verletzten gerechnet wurde (seitens der Leitstelle). Typisch wäre dies z.B. auch einfach zur Absicherung der Feuerwehr. Da kommt oft bei Bränden einfach ein RTW mit. Wenn auch nur der Verdacht auf “Brand mit Menschenleben in Gefahr” bestanden hätte, wäre definitv ein NEF gekommen.

Für den Einsatz in Stregda zuständig ist die Zentrale Leitstelle Wartburgkreis. Im gleichen Objekt befindet sich die Berufsfeuerwehr Eisenach. Nach § 14 des Thüringer Rettungsdienstgesetzes koordiniert die Zentrale Leitstelle den Rettungseinsatz.

Die Aufgaben des Rettungsdienstes beschreibt der Landesrettungsdienstplan für den Freistaat Thüringen (LRDP) unter Punkt 4.1

Das Leitstellenpersonal hat im Einzelnen folgende hauptsächliche Aufgaben (vgl. § 14 Abs. 2 ThürRettG):
  • Entgegennahme von Meldungen (insbesondere Notrufen),
  • Alarmierung der Rettungsdienst- und Feuerwehreinheiten, des Katastrophenschutzstabes sowie der Katastrophenschutzeinheiten, die örtlich und sachlich zuständig sind,
  • Unterstützung der Einsatzleitungen und Einsatzkräfte am Notfall- beziehungsweise Gefahren- oder Schadensort durch
  • Alarmierung und Heranführung von Einsatzkräften sowie durch Informationsbeschaffung,
  • Halten der Fernmeldeverbindung zu den eingesetzten Einheiten und Einrichtungen,
  • Halten der Fernmeldeverbindungen zu anderen Leitstellen, anderen Dienststellen, Organisationen und sonstigen Stellen,
  • Funküberwachung und
  • Dokumentation des Einsatzgeschehens.

Unter Punkt 7 werden die Grundsätze der Einsatzsteuerung formuliert, also die Kriterien nach denen über Art und Anzahl der Rettungsmittel und Einsatzkräfte entschieden wird und die den Einsatz eines Notarztes erfordern:

7.2 Indikationskatalog für den Notarzteinsatz
Die Dispositionsentscheidung zum Einsatz von Rettungsmit-
teln und zum Einsatz eines Notarztes erfolgt nach folgendem
Indikationskatalog für den Notarzteinsatz:
a) Patientenzustandsbezogene Indikationen Bei Verdacht auf fehlende oder deutlich beeinträchtigte Vitalfunktion ist der Notarzt einzusetzen […]
b) Notfallbezogene Indikationen:
  • schwerer Verkehrsunfall mit Hinweis auf Personenschaden,
  • Unfall mit Kindern,
  • Brände/Rauchgasentwicklung mit Hinweis auf Personenbeteiligung,
  • Explosions-, thermische oder chemische Unfälle, Stromunfälle mit Hinweis auf Personenbeteiligung,
  • Wasserunfälle, Ertrinkungsunfälle, Eiseinbruch,
  • Maschinenunfall mit Einklemmung,
  • Verschüttung,
  • drohender Suizid,
  • Sturz aus Höhe (> 3 m),
  • Schuss-/Stich-/Hiebverletzungen im Kopf-, Hals- oder Rumpfbereich,
  • Geiselnahme und sonstige Verbrechen mit unmittelbarer
  • Gefahr für Menschenleben,
  • unmittelbar einsetzende oder stattgefundene Geburt,
  • Vergiftungen.
Das ist der rechtliche Rahmen. Also. Welcher Notruf ging von wem bei der Leitstelle ein und wie wurde disponiert? Hat die Einsatzleitung der Polizei die Zentrale Leitstelle Wartburgkreis über die Gefahr für Menschenleben am Einsatzort informiert? Haben die Polizisten Seeland und Mayer die Rettungskräfte informiert? Welche Rettungsmaßnahmen unternahmen der oder die Rettungssanitäter? War ein Notarzt am Einsatzort, der den Tod der Fahrzeuginsassen feststellte? Welche Verletzungen hat er festgestellt, also bei der als Uwe Böhnhardt identifizierten Leiche Brust- oder Kopfschussverletzungen? Es bleibt viel zu klären.

 

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12 Gedanken zu “Rette sich, wer kann

  1. Pingback: Warum fehlen die Rettungssanitäter in den Akten? | NSU LEAKS

  2. Es gibt wie angekündigt noch einiges nachzutragen zu den Bildern in Akte 4-1-2. Der gesamte Feuerwehreinsatz ist das Seltsamste, was ich je gesehen habe:

    1) Der absolute Hammer: der Angriffstrupp (das sind die 2 Mann am Schnellangriffsschlauch) trägt KEINEN ATEMSCHUTZ. Das verstößt bei einem Fahrzeugbrand gegen alle Dienstvorschriften und Versicherungsvorschriften. Jede kleine Dorffeuerwehr weiß das, und hier haben wir die Berufsfeuerwehr (!) Eisenach. Nochmal: beim Alarmstichwort „Fahrzeugbrand“ legt der AT auf dem 1. Fahrzeug IMMER bei der Anfahrt Atemschutz an. Fahrzeugbrände setzen extrem giftige Stoffe frei. In diesem konkreten Fall hatte dieses unerklärliche Verhalten tatsächlich keine schlimmen Konsequenzen, weil das so ziemlich der harmloseste mögliche Fahrzeugbrand war (das war eigentlich kein Fahrzeugbrand, sondern ein Zimmerbrand auf Rädern). Trotzdem: wäre die Feuerwehr nur 3-5 Minuten später gekommen, hätte der Brand auf den Motorraum / Tankbereich übergegriffen, und was hätte diese Truppe dann gemacht?

    2) Der Ablauf nach dem Eintreffen der BF ist komplett unerklärlich. Erste Handlung des AT ist es, die Schnellangriffseinrichtung rauszuholen und durch das Fenster an der Sitzgruppe reinzuspritzen. Aufgabe der Feuerwehr ist aber: ERST retten, DANN löschen. Wenn ein Einsatzleiter direkt nach der Ankunft am Einsatzort bei der Erkundung einen Innenraumbrand in einem verschlossenen Wohnmobil feststellt, dann geht JEDE Feuerwehr davon aus, dass Personen im Wohnmobil sein könnten. Die erste Aufgabe für den AT: Zugang schaffen zum Wohnmobil (Tür öffnen, notfalls mit der Axt), auf Personen im Fahrzeug kontrollieren, ggf. retten. Dazu muss der AT natürlich Atemschutz tragen… (s.o.). Löschen kommt danach, das Wohnmobil ist sowieso Schrott.

    3) Warum bleibt die BF mit den zwei wichtigsten Löschfahrzeugen Eisenachs (LF16 und TLF) und der kompletten Wachschicht bis zum Abtransport des Wohnmobils vor Ort, um „Brandwache“ zu machen? Das ist Aufgabe der FF, für sowas sind die da, und die drei Leute und ihr LF aus Stregda reichen dafür völlig aus. Aber die wurden wieder weggeschickt?!? Und stattdessen lässt man lieber Eisenach 2-3 Stunden ohne hauptberuflichen Brandschutz?

    Ehrlich: ich verstehe diesen Einsatz nicht. Entweder diese Feuerwehr ist komplett inkompetent (glaube ich nicht), oder dieser Einsatz war von der 1. Minute an (=Alarmierung, Anfahrt!) nicht normal. Die Fragen: „wer hat wann die Rettungskräfte alarmiert? Was hat der am Telefon gesagt? Mit welchem Alarmstichwort wurde die Feuerwehr losgeschickt?“ sind zentral.

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  3. Pingback: Das RTW-Fahrzeug in gross… Ausschnitt von Wiechmann-TV? | NSU LEAKS

  4. Der RTW kam aus südlicher Richtung über die Straße An der Leite zum Tatort, das LF und das TLF der Berufsfeuerwehr aus nördlicher Richtung (im Wohngebiet verfahren?).
    Das LF wurde nach den Löscharbeiten umgeparkt und (als Sichtschutz?) neben das WoMo gesetzt.
    Der Anfahrtsweg der Berufsfeuerwehr beträgt rund 3km (bei 50kmh Durchschnittsgeschwindigkeit = ~3,5 Minuten + ~0,5-1,5 Minuten für Ampelphasen/Stau/Umweg wegen Verfahrens usw.).
    Zum Ausrücken aus der Feuerwache selbst würde ich maximal 2 Minuten veranschlagen, eine BF sollte aber schon früher in ihren Fahrzeugen sitzen.
    Die Zeitspanne, von Alarmierung um 12:06/12:07 bis zum Eintreffen sollte also höchstens 7 Minuten betragen. D.h. um 12:15 sollte das Feuer schon unter Kontrolle bzw. gelöscht sein.
    Der Anfahrtsweg des RTW ist gemessen ab der DRK Rettungswache übrigens 1km länger.
    Unklar ist allerdings, wo sich die Einsatzfahrzeuge vor dem Einsatzbefehl tatsächlich befanden. Wenn der RTW sowieso irgendwo in der Nähe war und die Feuerwehrfahrzeuge im Süden Eisenachs standen (vorheriger EInsatz), verwirft das die Kalkulation.

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    • Sichtschutz ist gut möglich. Ich war zunächst davon ausgegangen, dass der Löschzug wegen eines ausparkenden Anliegerautos umsetzt. Von fünf bis zehn Minuten Anfahrt spricht auch der BKA-Vermerk.

      Das Timing ist hier ziemlich wichtig. Da fehlen noch überzeugende Erklärungsansätze. Was genau sollte mit dem Brand erreicht werden? Also wie stark durften die Brandschäden sein. Schlimmstenfalls wären das Beutegeld mitverbrannt, bzw. hätte man es nicht nachträglich platzieren/finden können. Oder ist evtl. zu früh gelöscht worden und die Kopfverletzungen fielen deshalb überdimensioniert aus (post mortem bei Tautz), um eine Identifizierung zu erschweren. War das Inbrandsetzen auf diese Anfahrtszeit 5-10 Minuten abgestimmt? Da muss man schon ziemlich genaue Vorstellungen haben über die Brandentwicklung.

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      • <– Was genau sollte mit dem Brand erreicht werden? Also wie stark durften die Brandschäden sein. <–
        Der aufgedrehte Gasherd deutet auf geplante vollständige Zerstörung (Gasexplosion).
        Was der Brandstifter offenbar nicht wusste, war, dass aus dem Gasherd nur dann auch Gas auströmt, wenn auf dem Kochfeld Druck aufliegt (d.h. ein Topf etc. draufsteht).
        Ein Gewohnheitscamper wie Mundlos sollte das wissen…

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  5. > „Sichtschutz ist gut möglich. Ich war zunächst davon ausgegangen, dass der Löschzug wegen eines ausparkenden Anliegerautos umsetzt. “

    Wenn es darum gegangen wäre, hätte das LF nur 10 Meter weiter fahren brauchen.

    > „Was genau sollte mit dem Brand erreicht werden? Also wie stark durften die Brandschäden sein.“
    Spurenbeseitigung. Die Leichen hätte ruhig verbrannt sein können, eine ID-Feststellung (DNA) und die rechtsmedizinische Bestätigung des Pumpgun-„Suizides“ hätte ja später noch erfolgen können, um die „Täter“ zu überführen.
    Die beiden HK hätten ebenso auch bei fortgeschrittenen Brand noch idendifiziert werden können. Wenn die HK nachträglich dorthinkonstruiert worden wären – warum dann so unendlich komplex diese unter dem geschmolzenen Plastik zu drapieren? Warum nicht beide HK im Bad? Oder in einem Rucksack?
    Die Bankraubbeute, hätte man auch noch woanders finden können. Oder halt garnicht.

    Wichtig wäre, zu erfahren, wann die Notrufe wirklich abgegeben worden sind, um eine etwaige Verzögerung feststellen zu können.
    D.h. erfolgte die Meldung der Polizei an die Feuerwehr erst nach 12:07? Auf den ersten Blick wäre das eine prima Erklärung dafür, dass der RTW vor der Feuerwehr trotz mutmaßlich längeren Anfahrtsweg da war.
    Das Problem daran ist aber, dass bei einem Notruf (112, PKW-Brand mit möglichen verletzten Personen) z.B. durch Anwohner ein RTW nicht separat alarmiert wird.
    Eine Erklärungsmöglichkeit wäre, dass der Notrufzentrale eine falsche Ortsangabe gemacht wurde: Feuerwehr und Rettungsdienst werden gleichzeitig alarmiert, fahren los. Als die Feuerwehr irgendwo im Norden Stegdas noch die Brandstelle sucht, ist der RTW wegen des weiteren Anfahrtsweges gerade erst im Süden, als dann – auf Nachfrage der Feuerwehr, wo denn dieser verdammte PKW-Brand sein soll – die Korrektur des Einsatzortes komt.
    Dadurch ist der RTW – von Süden kommend – vor der Feuerwehr – die von Norden kommt – am Einsatzort.
    Oder eine variable dessen, Feuerwehr erhält auf der Hinfahrt neues Fahrtziel und verfährt sich erstmal ein bisschen in Stregda.

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  6. Korrektur meinerseits: Ein zurückfahren des LF wegen eines zugeparkten Autos (muss dann auf Höhe der Beifahrertür sein) kann nicht ausgeschlossen werden, nach vorne ging nicht, wegen des ausgerollten Schnellangriffs-C-Rohr.

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  7. Gemäß thü. NSU-PUA-Abschlußbericht „Bericht zum Einsatz der Feuerwehr Eisenach, Brand eines Wohnmobils in Streg-
    da/Eisenach am 04.11.2011″ erfolgte die Meldung „Fahrzeugbrand, An der Leite, Stregda/Eisenach“ um 12:08(!) durch PI Eisenach an Einsatzleitstelle Wartburgkreis (ist im selben Gebäude wie die BF), anschließend um 12:06(!) die Alarmierung der BF Eisenach wie der FF Stregda.
    BF Eisenach rückkte um 12:08 mit 2 Fahrzeugen und 5 Mann aus, Anfahrt mit einem kleinen Umweg nicht nördlich, wie von mir gemutmaßt, sondern südlich, über die Madelungstraße – Gründchen – An der Leite.
    An der Madelungsstraße wurde auch bereits Rauch gesichtet.
    Ankunft BF gemäß Meldung an Leitstelle um 12:14, sofortige Einweisung durch Polizei, FF Stregda kommt um 12:19 mit 1 Fhz. und 3 Mann.
    Der „Ablaufkalender zum Einsatz der Feuerwehr Eisenach, Brand eines Wohnmobils in Streg-
    da/Eisenach am 04.11.2011“ nennt geringfügig andere Uhrzeiten, Meldung 12:06, Alarmierung 12:06, Ausrücken der BF um 12:08, Ankunft am Einsatzort umd 12:16, Ankunft der FF um 12:22.

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    • Wenn man voraussetzt, dass die Angaben richtig sind, sind die Angaben stimmig; d.h. das lahmarschige Ausrücken der BF, die geringere Geschwindigkeit der Feuerwehrfahrzeuge im Gegensatz zum RTW, der kleine Umweg der BF, dann wäre es ohneweiteres möglich, dass der RTW zu erst am Einsatzort ist, obwohl dieser einen längeren Anfahrtsweg hatte.

      Gefällt 1 Person

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